Regenbogen Tukan
So bunt wie die Bevölkerung in Belize aus verschiedenen Nationen zusammengesetzt ist, so reich ist auch die Sprachenvielfalt. Amtssprache ist Englisch, gesprochen wird aber auch Kreolisch, Spanisch. Garifuna, Maya und Plautdietsch – das ostpreußische Niederdeutsch, das deutschstämmige Mennoniten mitbrachten.
Die einheimischen Einwohner, die Indigenas und die Maya, machen gerade rund 40 Prozent der Bevölkerung von Belize aus. Fast die Hälfte wird von den Mestizen gestellt, Mischlingen aus Indigenas und weißen Europäern, gefolgt von Kreolen, Garifuna („Yamsesser“) - Nachkommen der afrikanischen Sklaven, die sich mit den Bewohnern der karibischen Küste vermischten, sowie als Minderheiten Deutschstämmige und Inder. Ein weiteres Kuriosum von Belize: Die Hauptstadt Belmopan verfügt über lediglich 8000 Einwohner, ihre Vorgängerin Belize City die wirtschaftlich weit bedeutender ist, über 70000. 700 des etwa 23000 Quadratkilometer großen Staates Belize entfallen auf kleine, der Küste vorgelagerten Inseln. Der Staat ist in sechs Regierungsbezirke aufgeteilt.
Die Maya Kultur ist eine der Anziehungspunkte für Touristen; wie in Cuello sind die Überreste von Tempeln und Wohngebäuden zu besichtigen, die seit Jahrzehnten archäologisch ausgewertet werden.
Belize verfügt neben den Ursprüngen aus der Maya Kultur über eine schillernde Historie, aber auch eine Geschichte der Unterdrückung. Seit dem 16. Jahrhundert unter der Herrschaft von Eroberern, wurde Belize zunächst von den spanischen Conquistadoren verwaltet und ausgebeutet. Ende des 18. Jahrhundert gewannen die Engländer in einer Seeschlacht die attraktive Kolonie. Immerhin waren hier tropische Edelhölzer wie Mahagoni, sowie Gold und Silber zu holen. Diese Ressourcen wurden mit Hilfe von Sklaven gewonnen die schließlich den größten Bevölkerungsanteil ausmachten. Der Reichtum Belizes zog bereits als spanische Kolonie Piraten und Freibeuter an.
Heute machen Ölfunde Belize interessant für Investoren. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei. Jeder fünfte der 230000 Einwohner ist in diesem Sektor beschäftigt.
Der Ausbau von Belize als Touristenattraktion geht nur schleppend voran, doch gerade die lückenhafte Infrastruktur macht den Zauber dieses Landes aus. Angenehm tropische Temperaturen zwischen 20 und 40 Grad, einmalig schöne Tauchreviere im zweitgrößten Korallenriff der Welt und Strände ohne Gebäudekolosse der großen Hotelketten ziehen immer mehr Liebhaber an. Die Bandbreite der möglichen Aktivitäten ist sehr groß, auch für Familien. Neben den Wassersportarten und den attraktiven Tauchrevieren erwarten Gäste Wanderritte durch die einzigartige bewaldete Landschaft. Die Ausgrabungen an den Stätten der Maya Kulturen bieten sich für Bildungsreisen an. |