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Belizes geheimnisvolle Höhlen

Verborgene Maya-Höhle

Höhlen üben immer eine geheimnisvolle und faszinierende, ja, fast schon magische Anziehungskraft auf den menschlichen Abenteuergeist aus. Insoweit ist Belize mit unwiderstehlichen Attraktionen reich gesegnet, denn hier gibt es nach fundierten Experteneinschätzungen zig Tausende jener tageslichtfernen Kavernen, die die Phantasie beflügeln. Das hat seinen Grund darin, dass Belize quasi komplett auf und aus Kalkstein geschaffen ist. Und dieser Kalkstein hat nun einmal die geologische Eigenschaft, sich in Kombination mit stetem Wasser aushöhlen zu lassen. Manche dieser Höhlen sind inzwischen eingestürzt und bieten, mit klarem Wasser gefüllt, sowohl auf dem Festland als auch an den karibischen Küstenregionen Belizes, total faszinierende Anblicke. Andere Höhlensysteme sind als solche noch erhalten und stehen in erheblichem Umfang erlebnishungrigen Hobby-Speleologen jeden sportlichen Trainingsgrades zur Verfügung. Besonders interessant ist dabei, dass die legendären Maya diese Höhlensysteme für ihren Alltag rege nutzten. Da kann es dem Besucher durchaus schon mal passieren, dass seine Höhlenbegehung mit dem Fund historischer Artefakte (oder gar Knochen und ganzer Skelette) wohlig gruselig gekrönt wird. Sich in Höhlen aufzuhalten erfordert, neben einem angeborenen Forscherdrang, eine gewisse körperliche Fitness sowie die Abwesenheit von Platzangst. Belizes Höhlenwelt wird hier wirklich allen Anforderungen und Wünschen seiner Besucher gerecht. Manche Höhlen zeigen sich aufreizend schwer zugänglich, andere wiederum (z.B. die Rio Frio Cave) locken mit weit geöffneten Pforten. Von dem völlig entspannten Dahintreiben in sicheren Schwimmreifen auf den sanft fließenden Wassern der Höhle bis hin zur herausfordernden Klettertour mit der Notwendigkeit artistischer Zwischeneinlagen wird jeder erdenkliche Anspruch an das individuelle Höhlenabenteuer restlos befriedigt. Hier geht fast alles – man muss nur ganz genau wissen, wo. Natürlich sollte hier stets ein erfahrener und ausgebildeter Höhlenführer ausnahmslos jede Gruppe anleiten, damit das exklusive Erlebnis immer auf der sicheren Seite bleibt. Denn: Nur die scheinbare Gefahr sorgt für den Adrenalingenuss ohne Reue. Wer Belizes Höhlenwelt erkunden möchte, sollte auf jeden Fall gut darauf vorbereitet sein. Eine leistungsstarke Stirnlampe (ausdauernde Ersatzbatterien nicht vergessen!), festes strapazierfähiges Schuhwerk sowie eine Vorsorge für den kleinen Hunger und Durst sind absolut notwendiges Marschgepäck. Entschlossene Höhlen-Neulinge und solche Besucher, die erst einmal unverbindlich antesten wollen, ob sie sich für derartige Aktivitäten begeistern können, sollten mit der Höhle Rio Frio Cave anfangen. Diese öffnet sich dem Gast dermaßen einladend, dass, bei aller gebotenen Vorsicht, hier sogar ausnahmsweise mal auf einen Führer verzichtet werden könnte. Die St. Herman's Cave und das Inland Blue Hole stellen ebenfalls keine besonderen Anforderungen an ihre Besucher, bieten dafür aber wahrhaft atemberaubende An- und Einblicke. Wer gar in einem Schlauchboot auf dem Wasser durch die Höhle getragen werden möchte, sollte sich nach dem Caves Branch Cave System erkundigen. Die Cebeda Höhle ist wahrscheinlich nicht nur die größte Höhle Belizes, sondern auch ganz Mittelamerikas. Bis heute ist nicht genau bekannt, wie riesig sie tatsächlich ist, denn zahlreiche Abschnitte harren noch der wissenschaftlichen Erforschung und Erstbegehung.

 
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