Jaguar, im Regenwald von Belize

Wer das unergründliche Meer im Allgemeinen, die Karibik im Besonderen und die urwüchsige Natur sowieso liebt, der wird von Belize restlos gefesselt sein. Hier gibt es fünf weltweit einmalige Attraktionen, die jeder gesehen haben muss, der sich für blaue und andere Wunder begeistern kann. Die Rede ist vom marinen Blue Hole und der Shark Ray Alley, von den Inseln Half Moon Caye und Laughing Bird Caye und vom Hol Chan Reservat.
The Blue Hole

Das „blaue Loch“ (Blue Hole) ist das atemberaubende visuelle und geographische Zentrum im Lighthouse Riff Atoll, gleichsam das „Auge“ der Karibik. Der Name ist hier buchstäblich Programm, denn in der spektakulären Draufsicht tut sich vor dem staunenden Betrachter ein tiefblauer kreisrunder Abgrund mitten im Meer auf. Dieser Abgrund ist einstmals eine Höhle gewesen, die vor mehreren Jahrzehntausenden zusammenbrach und mit dem in den Naturgewalten versinkenden Land jene bizarre Struktur geformt hat, die in der Neuzeit selbst den seligen Jacques Cousteau tief beeindruckte. Das blaue Loch ist 300 Meter breit und 125 Meter tief. Da ist reichlich Raum für Staunen – und für Taucher, die sich hier verständlicherweise gerne tummeln.
Das zweite Unterwasser-Glanzlicht an Belizes karibischer Küste ist die Shark Ray Alley mit ihren wilden Tieren. Erlebnishungrige Taucher haben hier die sensationelle Möglichkeit, unzähligen Stachelrochen in freier Wildwasserbahn zu begegnen. Gleich nebenan tanzen Ammenhaie nach der Pfeife des Dive Masters, der ihre tierische Ballett-Darbietung natürlich mit einer angemessenen Portion Leckerli großzügig belohnt. So geht Sportförderung auf karibisch. Wer da nach dem Tauchgang der etwas anderen Art ohne aussagefähige Unterwasserfotos wieder an Land geht – der muss eben noch mal runter.
Half Moon Caye ist eine streng geschützte Zuflucht für schnäbelnde Rotfußtölpel und verliebte Prachtfregattvögel, die hier in paradiesisch friedlicher Nachbarschaft für den ungestörten Erhalt ihrer Art sorgen können. Soviel Luxus hat sich in der Vogelwelt herumgesprochen – knapp 80 Zugvogelarten machen auf Half Moon Caye regelmäßig Zwischenstation.
Auch andere Tiere genießen hier den wohlwollenden Schutz eines behüteten Naturparks. Dazu gehören verschiedene Leguane, Eidechsen und mit vielen Eiern trächtige Karettschildkröten, sowohl die echten als auch die unechten. Hier herrscht eben buchstäblich ein Wetter zum Eierlegen.
Behutsame Schnorchler und Taucher haben auf Half Moon Caye jede Menge Quicklebendiges zu entdecken.
Die kleine Insel Laughing Bird Caye verdankt ihren Namen den ungezählten Lachmöwen, die hier einmal heimisch waren, sich aber mutmaßlich durch die zunehmende Anwesenheit des Menschen nach und nach haben vertreiben lassen. Ob sie je wiederkehren, ist nicht gewiss, auch wenn es gewünscht und unterstützt wird. Glücklicher Weise ist das Schönste, was diese Insel zu bieten hat, ein sehr störungsarmes Vergnügen – traumhafte Tauchgründe und Schnorchelgewässer.
Das Hol Chan Reservat liegt auf Ambergris Caye, Madonnas legendärer „Isla Bonita“. Hier stehen 13 Quadratkilometer Fläche unter Schutz und bieten dem behutsamen Besucher wunderbare Impressionen. Natürlich kann auch hier getaucht werden – aber das Mitnehmen von marinen Souveniers sowie das Angeln ist natürlich strengstens verboten. Und die Menschen halten sich daran – zum Dank dafür werden sie mit einer üppigen und wieder intakten Unterwasserwelt reich belohnt. |