Orange Walk Town, an den Ufern des New River, ist Belizes zweitgrößte Stadt. Siedler gibt es in dieser Gegend schon sehr lange. Zuerst lebten die Maya viele Jahrhunderte hier und später, etwa ab der Mitte des 16. Jahrhunderts kamen europäische Kolonisten in dieser Region von Belize an. Ebenso wie Corozal Town ist Orange Walk Town als Siedlung von Flüchtlingen aus Mexiko entstanden.
Ein besonderes Ausflugsziel in der Umgebung von Orange Walk Town ist die imposante und bedeutende Maya-Ruine Lamanai. Um dorthin zu gelangen, bietet sich der Wasserweg auf dem New River an. Genießen Sie die Fahrt im Boot und lassen Sie den Blick über die belizische Landschaft gleiten. Erleben Sie die Flora und Faune Belizes, sehen Sie sich satt an der prächtigen Farben des Dschungels.
Nach einer Weile Fahrt mündet der Fluss in die New River Lagoon. Diese Lagune ist annähernd fünfzig Kilometer lang und somit die größte in Belize. Schon vom Ufer aus kann man einige Bauten der Maya sehen. Lamanai, was auf Deutsch übersetzt so viel heißt wie „abgetauchtes Krokodil“, zählt zu den größten Maya-Anlagen dieser Art in ganz Belize. Man geht davon aus, dass bis zu 50000 Menschen hier gelebt haben. Der riesige Haupttempel von Lamanai stammt aus der so genannten Präklassik der Maya-Kultur. Diese reicht von 2000 v. Chr. etwa bis 250 v. Chr. Vor Ort ist ein kleines Museum eingerichtet, in dem diverse Fundstücke aus allen Epochen der Maya-Kultur ausgestellt sind. Das gesamte Gebiet steht heute unter Schutz, was neben den archäologischen Schätzen auch dem Regenwald und der Tierwelt zugute kommt. Halten Sie die Augen offen, vielleicht entdecken Sie einen der scheuen Regenwaldbewohner! Wenn Sie mögen, können Sie in der New River Lagoon schwimmen.
Das Rio Bravo Naturschutzgebiet und seine Schätze
Die Rio Bravo Conservation Area ist ein gigantisches Naturschutzgebiet, ungefähr eine Autostunde von Orange Walk Town entfernt. Viele tausend Hektar Waldland bieten einer Vielzahl von Tieren Lebensraum. Vor allem die Bestände an Wildkatzen und Tapiren sind in diesem Reservat besonders hoch und bleiben weitgehend konstant, da die Jagd kaum oder gar nicht mehr erlaubt ist. In den Baumwipfeln der Mahagonibäume, Zedern und anderer Baumriesen tummeln sich über 200 verschiedene Vogelarten, aber auch Affen und andere Tiere. Über 100 Orchideensorten wachsen in der Rio Bravo Conservation Area. Man setzt auf sanften Ökotourismus, um den Besuchern die schützenswerte Natur und ihre Vielfalt näher zu bringen.
Als Besucher haben Sie die Möglichkeit, an geführten Dschungeltouren teilzunehmen, Naturpfade zu erkunden und Maya-Stätten zu besichtigen. Inmitten des Schutzgebiets liegen nämlich unzählige Maya-Ruinen. Man geht davon aus, dass viele Überreste aus der Maya-Zeit bisher noch unentdeckt geblieben sind. Die bekannteste Maya-Stätte hier ist wohl La Milpa.
La Milpa wurde in den 1930er Jahren entdeckt. Natürlich stehen auch hier Pyramiden – einige von ihnen ragen mehr als 20 Meter in die Höhe. Die Archäologen gehen davon aus, dass im Norden von La Milpa der Teil liegt, in dem das Volk lebte. Im Süden sind die Bauten eher geschlossen angelegt. Hier residierten vermutlich die Herrscher. Heute sind große Teile der ehemaligen Maya-Stadt von Dschungel überwuchert.
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