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Belize-Sanfter Tourismus im Einklang mit der Natur

Ökotourismus ist ein begrüßenswerter Trend, den Naturfreunde und besuchte Landschaft gleichermaßen zu schätzen und zu würdigen wissen. Wer da aber glaubt, sich in diesem Zusammenhang mit vergleichsweise schlichten Urlaubszielen begnügen zu müssen, der wird bestimmt sehr erfreut zur Kenntnis nehmen, dass ein Abstecher in die Karibik sich sehr wohl mit dem Thema problemlos arrangieren lässt. Die Rede ist hier natürlich von Belize, dem ungeschliffenen zentralamerikanischen Rohdiamanten in der touristischen Krone der Karibik. Achtsame Urlauber, die die Natur schonen und respektvoll erleben wollen, werden in Belize reich belohnt, wie die folgenden Beispiele im Ansatz verdeutlichen.

Der Blue Hole Nationalpark in Belize verdankt seinen ausdrucksstarken Namen einem paradiesischen Pool. Ein zuleitender Arm des Flusses Sibun speist hier zufällig einen natürlich angelegten Teich. Dieser sammelt zunächst das ihm zufließende Wasser in tiefem Saphirblau – genau gesagt, knapp 8 Meter tief – um es dann via Überlauf dem Natur belassenen üppigen Urwald wieder zurückzugeben. Dieser lässt das frische Nass alsbald in unterirdischen Höhlen verschwinden. Im Blue Hole Nationalpark leben zahlreiche Tiere in geschützter Freiheit, die mit etwas Geduld sehr gut zu beobachten sind.

Die St. Herman's Höhle kann auf diesem Gelände ebenfalls besichtigt werden. Der Hauch vergangener Hochkultur weht den Besucher an, wenn er sich bewusst macht, dass genau hier die legendären Maya seinerzeit ihrem Tagesgeschäft nachgingen. Davon legen die vom Department of Archaeology geborgenen Artefakte beredtes Zeugnis ab.

Das Cockscomb Basin Naturschutzgebiet, auch als "The Jaguar Preserve" weltweit bekannt, erwartet seine Besucher mitten im Maya Gebirge. Hier erstreckt sich ein gut 40.500 Hektar großer intakter tropischer Feuchtwald, der aufgrund seiner geographischen Lage etliche Höhenmeter überwindet. Deshalb tun Naturfreunde gut daran, hier mit festem Schuhwerk und einem gewissen Sportsgeist anzutreten. Zu sehen gibt es hier, mit etwas Glück, eine ganze Menge wilder Tiere, insbesondere die höchst faszinierenden Wildkatzen. Wem der Fotogott hold ist, der bekommt sogar einen leibhaftigen Jaguar vor das Objektiv. Der Jaguar nebst seinen Artverwandten findet im Cockscomb Basin Naturschutzgebiet immer ausreichend Nahrung, denn hier gibt es zahlreiche Beutetiere, die ihrerseits selbstverständlich ebenfalls sehr interessant zu beobachten sind. Viele Vogelarten, die hier leben, machen auch mit lauten Rufen auf sich aufmerksam und geben so der exotischen Visualität eine passende akustische Kulisse. Aber nicht nur die Tierwelt ist hier einzigartig – ein tropischer Feuchtwald wartet natürlich auch mit einem höchst beeindruckenden Pflanzenreichtum auf.

Das Community Baboon Schutzgebiet am Fluss Belize ist nicht nur die behütende Heimat der namens gebenden schwarzen Brüllaffen („Baboons“), sondern gleichzeitig eine landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die knapp 50 Quadratkilometer fruchtbaren Ackerlandes ernähren anwohnende Familien, die hier für den Eigenbedarf anbauen und ernten. Gleichzeitig wird dabei für die Brüllaffenpopulation ein artgemäßer und attraktiver natürlicher Lebensraum geschaffen. Das Community Baboon Schutzgebiet ist damit ein einzigartiges und absolut sehenswertes Beispiel für die ebenso gelungene wie friedliche Koexistenz von Mensch und Tier und zeugt von der konsequent gelebten Naturverbundenheit der Belizianer.

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