Nach etlichen Recherchen und vielen reiflichen Überlegungen habe ich mir Belize als Urlaubsziel in der Karibik ausgesucht. Denn: Belize ist für ein in den Tropen gelegenes Land vergleichsweise einfach zu besuchen. Belize macht es seinen Gästen leicht und genau das wollte ich ja – Leichtigkeit.
Mein Ziel stand also im Groben fest, aber da war noch ein kleines Problem. Für welchen der vielen Traumstrände Belizes sollte ich mich entscheiden? Da ich Ruhe und Abgeschiedenheit fernab touristischer Turbulenzen suchte, entschied ich mich schließlich für Caye Caulker, eine winzige Koralleninsel vor Belizes Küste. Die Bilder, die ich von diesem karibischen Paradies im Internet fand, waren schlichtweg sensationell. Und außerdem war die Rede von günstigen und dennoch komfortablen Übernachtungsmöglichkeiten. Das wirkte alles total entspannt. Ganz genau da wollte ich unbedingt hin.
Gesagt, getan. Meine Flugreise führte mich mit dem unumgänglichen Zwischenstopp in Miami schließlich nach Belize, wo mich ein Urlaubswetter aus dem Bilderbuch willkommen hieß. Aber ich hatte keine Zeit zu verlieren, denn in Belize City wollte ich rechtzeitig mein Boot nach Caye Caulker kriegen. Nach einer knappen Stunde drangvoller Enge in dem leicht überbuchten kleinen Schiff kam mein Urlaubstraum in Sicht. Und mir war wirklich nicht zu viel versprochen worden. Ich hatte sofort ein supergutes Gefühl mit diesem begnadeten Fleckchen Erde mitten in der Karibik.
Auf Caye Caulker war alles von Anfang an total easy. Die vielen Leute, die sich eben noch auf dem Boot gedrängelt hatten, verliefen sich sofort und ich hatte schnell das herrliche Gefühl, der einzige Gast hier zu sein. Mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen suchte und fand ich meine schlichte, aber urgemütliche Unterkunft. Meine paar Habseligkeiten waren schnell in meinem kleinen Zimmer verstaut und schon konnte es zu einer ersten Inselerkundung losgehen. Ich war ehrlich froh, mich für diese Insel entschieden zu haben, als ich mich mehr und mehr vom „easy going“ der Einwohner anstecken und beflügeln ließ. Das leckere und preiswerte Abendessen in einem Strandrestaurant ließ ich mir gut schmecken, bevor ich völlig überwältigt und rechtschaffen müde in meine Herberge zurückkehrte, um meinen ersten Schlaf in den Tropen zu genießen.
Am nächsten Tag wollte ich endlich das originale karibische Strandgefühl erleben. Dazu begab ich mich an die Ostküste der Insel, die einen wunderschönen Sandstrand zu bieten hat. Ich breitete meine Strandmatte aus, setzte mich lässig nieder und genoss den Anblick und das Rauschen der Karibik mit einem glücklichen und entspannten Lächeln. Ich war endlich am Ziel meiner Sehnsüchte angekommen. Und ich spürte – es würde mir unendlich schwer fallen, dieses Paradies nach 14 Tagen wieder verlassen zu müssen.
Ein fester Wille kann wie ein Leuchtturm sein. Er zeigt den richtigen Weg – aber nur, wenn man ihn anschaltet. Und ich schaltete ihn an – meinen Willen, einmal einen Traumurlaub in der Karibik zu verbringen. Und das hat bestens funktioniert.
sandra Nov.2009 |